Der SchattenClan verändert sich - doch wie tief gehen diese Veränderungen?
 
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 Die Neubauten

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Luzifer
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BeitragThema: Die Neubauten   Fr 1 Dez - 1:20

Weit entfernt von den Wohnhäusern und recht nah vom Schrottplatz, ragen riesige blockartige Zweibeinernester empor, in denen jedoch wenige Hauskätzchen leben. Die Straßen sind sehr belebt von Zweibeinern, Hunden und Monstern. Aber auch viele Streuner treiben hier ihr Unwesen, da es viel zu Fressen gibt. Von Zweibeineressen, welches weggeworfen wurde, bis hin zum Krähenfraß. Grünflächen und Bäume gibt es hier kaum, wodurch es keine sicheren Plätze gibt. 

Nur in der Nacht scheint es sicher und ruhiger zu sein. Eine beliebte Tageszeit, wo Streunerbanden um ihr Revier kämpfen.

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Das fleißige Luz ist diese Woche kaum da. Die Beiträge erfolgen daher unregelmäßig.
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Nero
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BeitragThema: Re: Die Neubauten   Di 5 Dez - 23:04

hauskätzchen – 24 monde – post nr.1

CASPER.

angesprochen: niemanden
erwähnt:  neue mitbewohnerin (@Kiesellicht)

Eigentlich war das gar kein so schlechter Abend gewesen, musste ich zugeben.
Die letzten hellen Stunden des Tages im Katzencafé verbracht, verwöhnt von zahlreichen Zweibeinern, die einem so flauschigen – und nicht zu vergessen gutaussehenden – Kater wie mir einfach nicht widerstehen konnten; erfrischt und mit wohlig-warmem vollen Magen hatte ich einen meiner Lieblingsorte in dieser Stadt verlassen und war nun auf dem Weg zurück in die Wohnung im zweiten Stock eines dieser komischen, äußerst hohen Zweibeinerbauten, die hier überall herumstanden – ganz anders als dort, wo ich aufgewachsen war, wo die meisten Zweibeinerbauten eher bescheidener Höhe waren; aber vielleicht war das auch nicht so tragisch, schließlich würde mich so nichts an meine nun wirklich nicht als „vorteilhaft“ beschreibbare Vergangenheit erinnern.
Nichts wollte ich gerade lieber, als mich in meinen Korb zu kuscheln und die Zeit bis zum Morgengrauen in dunklem Equilibrium zu verbringen; zumindest ein paar Stunden wären schön, in denen ich nicht über die Zwecklosigkeit des so schnell vergänglichen Lebens nachdenken musste – aber wahrscheinlich war mir heute nicht einmal das vergönnt; so wie es aussah, sollte mich an diesem Tag der Fluch einer weiteren Mitbewohnerin befallen. Oder eines Mitbewohners, das war natürlich ebenfalls möglich; allerdings konnte ich mir angesichts der Tatsache, dass seit heute Morgen ein mit gottverdammten Diamanten besetzter Fressnapf in meiner Küche stand, nur schwer vorstellen, dass jener einem männlichen Exemplar meiner Spezies gehören konnte. Aber es war alles möglich; wer wusste das schon – vielleicht hatte der mysteriöse neue Mitbewohner ja ein besonderes Faible für glitzernde Dinge? Solche Faszinationen schienen ja die Grenzen des Geschlechts durchbrechen zu können.
Auch wenn ich gerade wirklich nicht die Nerven dazu hatte, jemand neues kennenzulernen… Wer auch immer diese neue Katze in der Wohnung sein würde, er oder sie würde sich auf etwas gefasst machen würden – wenn ich besonders müde war, lief meine Fähigkeit, andere auf die Palme zu bringen, auf Hochtouren, und auch wenn das nicht unbedingt immer meiner Absicht entsprach, schien es doch jedes Mal zu funktionieren. Bleib nur noch zu hoffen, dass jener neue Mitbewohner meiner Wenigkeit starke Nerven hatte. Aber das hatten die Wenigsten; schade, eigentlich, auf der anderen Seite allerdings auch nicht wirklich mein Problem.
Mit etwas trägen Schritten kam ich schließlich im Innenhof an, in dem sich der Zweibeinerbau befand, den ich mein Heim nannte und mit einer eigentlich ganz freundlichen Zweibeinerin teilte, die mir damals das Leben gerettet hatte. Gedanken an jenen Zwischenfall schnell wieder aus meinem Kopf verbannend, bahnte ich mir den Weg durch die Dunkelheit bis zu einem niedrigen Baum, den ich, trotz meiner gestutzten und somit im Kampf wahrscheinlich ziemlich nutzlosen Krallen ohne relative Probleme erklimmen konnte; von dort aus wagte ich den riskanten Sprung zum nächsten Baum, der mir, glücklicherweise gelang – was mit Abstand nicht immer der Fall war, vor allem Nachts, denn ich gehörte vielleicht der Spezies „Katze“ an, aber das hieß noch lange nicht, dass ich ein besonders guter Kletterer war. Im Gegenteil – ich war mehr als nur miserabel darin.
Nicht besonders praktisch also, einen Heimweg zu haben, der das, was mir so schwerfiel, involvierte, aber nun, ausgesucht hatte ich mir den Wohnort in solcher Höhe nicht; etwas dagegen tun konnte ich schon gar nicht.
Kopfschüttelnd balancierte ich einen ungewöhnlich dicken, schrägen Ast entlang, bis ich nah genug an meinem mit kleinen Blumentöpfen verzierten Balkon war und mich mit einem eher flapsig gesetzten Satz in einen ebenjener Blumentöpfe beförderte. Ein bisschen Erde von meinen leider nicht mehr so hellen Pfoten abschüttelnd sprang ich auf den Balkonboden herab und schlich mich durch die – natürlich von der Zweibeinerin offengelassene – Glastür hinein, hoffend, dass ich keine unansehnlichen Spuren hinterließ.
Im warmen Wohnzimmer, das gleichzeitig Küche war, angekommen, streckte ich mich, gähnte genüsslich, und warf dabei dem glitzernden Fressnapf den bösesten Blick zu, den ich in diesem Moment aufbringen konnte, in der Hoffnung, er würde sich in Luft auflösen, wenn ich mich nur genug darauf konzentrierte.

BEFINDET SICH IN SEINER WOHNUNG; STARRT GLITZERNDEN FRESSNAPF BÖSE AN

#Casper

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Kiesellicht
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BeitragThema: Re: Die Neubauten   Mi 6 Dez - 20:22

 
Mukantagara


Mukarramma


Klick auf die Pfoten und schau was passiert!
   

 Schlecht gelaunt hockte ich, in der viel zu kleine Transportbox in welche meine neue Besitzerin mich gezwungen hatte. Beim Kampf um meine Freiheit hatte ich mir mit Sicherheit einen Kratzer in den Diamanten an meinen Halsband gemacht! Was erlaubte diese Frau sich eigentlich mir mein geliebtes Himmelbett in Katzengröße zu verweigern und mich in eine viel zu kleine Box zu zwängen? Die war ja Nichtmal mit einem weiche Seidentuch ausgelegt, sondern mit einem alten kratzigen Handtuch! Was dachte, sie denn wie ich sie behandeln würde, wenn sie so mit mir umging? Die paar kleine Kratzer an den Armen und im Gesicht hatte sie meiner Meinung nach mehr als verdient! Und dann dieser lange Flug von Boston nach meiner neuen Heimat! Ich würde bestimmt eine Art Katzen Jetack bekommen und das würde einem empfindlichen Magen gar nicht guttun! Dann auch noch diese schrecklichen Tage, die ich in Quarantäne hocken musste! Ich war eine reinrassige Burma Hauskatze mit unzähligen Preisen! Behandelte man denn so eine Berühmtheit? Für mich hätten diese Zweibeiner doch ruhig mal eine Ausnahme machen könnten! Sie hätten mich auch knien anbeten müssen ihnen überhaupt meine Beachtung zu schenken!
Hoffentlich würden wir bald in meinem neuen Heim ansehen und hoffentlich ist es groß genug für meine ganzen Luxusartikel! Mein Fell muss schließlich jeden Tag dreimal gewaschen werden, die Krallen müssen geschärft werden und der Katzenfriseur, der extra aus Japan angeflogen kam war natürlich auch nicht billig! Zudem hoffte ich, dass mir mein Geruchssinn nicht versagen dürfte, diese Frau stank unheimlich nach Kater! Wie widerlich! Wenn sie auch nur ein mal versuchen sollte mich zur Zucht zu bewegen sollte sie mich mal wirklich kennen lernen! Das war mit Sicherheit kein reinrassiger Burmakater! Ekelhaft!
Das Monster, in dem wir die letzten Stunden über hockten, hielt endlich an. Ich freute mich schon auf das große Haus, das mich willkommen heißen würde doch wurde ich enttäuscht als ich die Größe Front vor mir erkannte. Hochhäuser? Das konnte doch nicht ihr ernst sein! Mich in die hinterste Ecke der Box pressend und laut vor mich hin murrend wurde ich aus dem Monster gehoben und viele Stufen hoch getragen ehe die Box in einem erdrückend kleinem Raum abgestellt und geöffnet wurde. Mit gesträubtem Fell saß ich also in der Box, als sie schräg gehalten wurde und ich keine andere Wahl hatte als heraus zu Plumpsen. Fauchend blickte ich mich in der neuen Umgebung um. Wie schrecklich klein es hier doch war! Und dieser Geruch! Bah!

Angesprochen: - // -
Erwähnt: (indirekt) Casper
Kommt in ihrer neuen Heimat an, schaut sich um

 
By: Kiesellicht

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Darauf macht euch gefasst:
 
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BeitragThema: Re: Die Neubauten   Sa 9 Dez - 18:07

Error

Hoch über den eckigen Dächern der Hochhäuser strahlte silbern ein heller Vollmond und warf Schatten auf alles Gesindel am dreckigen Boden. Nur wenige Sterne funkelten inmitten dichter Wolken, ausgestoßen vom dreckigen, städtischen Atem. Ratten huschten quiekend hinter Mülltonnen. Sie flüchteten, geängstigt. Nicht weit weg, vielleicht wenige Meter eröffnete sich ein verlassener Innenhof. Verschiedenste Materialien lagen wirr herum. Zurückgelassene Dinge der Menschen, welche ihren Reiz schon lange verloren hatten. Hier bündelte sich kraftvolles Licht und malte feinfaserige Spuren auf unglaublich schwarzen Pelz. Eine kleine Gestalt verharrte ruhig, Blut schimmerte rot an ihrem Maul. Darunter lag jemand, gekrümmt in seiner Haltung. Lediglich sah man die bräunlichen Konturen des zerzausten Fells, der Rest war vom eigenen Lebenssaft bedeckt. Ja, richtig gehört, noch vor wenigen Sekunden tobte ein mächtiger Kampf, der sich jedoch durch entsprechende Technik schnell von selber erledigte. Aus tiefen Krallenwunden troff es zu Boden. Blank starrten gelbe Augen geradeaus, anscheinend schienen sie ihren Fehler nicht einzugestehen, war allerdings nicht mein Problem. Aufmerksam ließ ich den Blick voller Melancholie gleiten, traurige Schatten sammelten sich im dunklen Grün. Für heute hatte ich meinen Auftrag erledigt. Dem Alphakater, der hier amtierenden Streunerbande, war dieses Exemplar ein Dorn im Auge gewesen. Deswegen schickte man mich vor, damit alles ohne großes Geschrei endete.
Dementsprechend fiel die Belohnung aus. Wenige Worte reichten bereits aus um seinen schwachen Geist zu knacken, kurzes Duell und ein gezielter Hieb. Rasch säuberte ich mir notdürftig die weißen Pfoten. Nun nur noch meine Bezahlung, danach kann ich mich zurückziehen. Kurz entfloh ein Gähnen sachte in die Abendluft, die gefüllt mit verschiedensten Geräuschen war.

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BeitragThema: Re: Die Neubauten   Sa 9 Dez - 19:45

hauskätzchen – 24 monde – post nr.2

CASPER.

angesprochen: MUKA (@Kiesellicht)
erwähnt:  MUKA (@Kiesellicht)

Ich war noch gar nicht so lange in der Küche, den gottverdammten Fressnapf anstarrend, da ertönte plötzlich ein Geräusch an der Wohnungstür – ein Schlüssel wurde umgedreht, die Tür wurde mit einem lauten Ruck aufgetreten und Schritte wurden laut, die immer näher zu kommen schienen; welche wohl meiner Besitzerin gehören mussten, wenn ich mich nicht irrte. Komisch, normalerweise war sie schon längst in ihrem äußerst eigenartigen Bett und schlief tief und fest, wenn ich so spät nachts in die Wohnung geschlichen kam – was also hatte sie heute dazu bewegt, es mir gleichzutun und die halbe Nacht draußen zu verbringen? Ich konnte mir nur schlecht vorstellen, dass sie ihren Abend, wie ich, im Katzencafé verbracht hatte. Wäre auch etwas – nun, eigenartig.
Neugierig streckte ich die Nase in die Höhe und schnupperte; meine hellen Schnurrhaare zuckten ein wenig, als ich die Luft vorsichtig einsog, darauf bedacht, keinen Geruch zu verpassen – irgendwie musste mir dies doch verraten können, was der Grund für diese ungewöhnliche Verspätung war. Und auch wenn ich schon eine Vermutung hatte – dass dieser Grund mein neuer Mitbewohner beziehungsweise meine neue Mitbewohnerin sein würde – hoffte ich inständig und mit all meiner Kraft, dass sie sich nicht bewahrheiten würde; im Moment hatte ich wahrlich weder die Nerven einer neuen Katze zu begegnen, noch hatte ich wirkliche Lust auf einen Untermieter. Und natürlich war da auch noch das Problem, dass ich, wenn ich müde war, eher pampige Sprüche losließ als irgendetwas anderes – und was war das denn bitte für ein erster Eindruck? Ich war doch allerseits bekannt für meine außerordentliche Eloquenz und Fähigkeit, in jeder nur erdenklichen Situation etwas Taktloses formulieren zu können! Allerdings war letzteres eher zweitrangig; wenn ich so darüber nachdachte, machte es schließlich im Großen und Ganzen keinen besonderen Unterschied – in ein paar Jahren würde ich diese Katze entweder nicht mehr sehen müssen oder mein eigenes Leben ausgehaucht haben; somit waren jegliche Eindrücke, die ich bei diesem mysteriösen Individuum hervorrufen könnte, von keiner besonderen Relevanz. Trotzdem tat dies nichts zur Sache – besondere Lust auf die Gesellschaft einer anderen Katze hatte ich trotzdem nicht; am liebsten würde ich mich sofort schlafen legen, aber daran wäre wohl jetzt nicht mehr zu denken. Zumindest würde dies der Fall sein, sollte meine Vermutung der Wahrheit entsprechen.
Eine Antwort auf diese Frage bekam ich sogleich, als meine Besitzerin mit einer relativ kleinen, zerkratzten Plastikbox in der Hand durch die Tür in die Küche kam – ich kannte solche Boxen bereits; jedes Mal, wenn ich die unliebsame Reise zum Tierarzt antreten musste, wurde ich in eine dieser verruchten Dinger verfrachtet und durfte dann für die nächste Stunde meine Existenz dort kontemplieren. Mich neugierig auf die Hinterpfoten stellend versuchte ich einen Blick in das Innere der Box zu erhaschen, doch durch die Gitterstangen konnte ich lediglich eine schattenhafte Gestalt erkennen, die sich wohl in die hinterste Ecke jener Box presste. Hatte wohl genauso viel Lust hier zu leben, wie ich Lust auf eine weitere Katze hatte.
Das fing doch schon mal wundervoll an.
In dem Moment, in dem es mir aufgrund der verdammten Schwerkraft nicht mehr gelang, auf meinen Hinterpfoten stehen zu bleiben, wurde auch schon die Kiste auf dem Boden abgesetzt – und geöffnet. Gespannt setzte ich mich hin, den Schwanz abwehrend um die Pfoten geringelt, die Ohren aufmerksam zuckend; ich wartete nur darauf, dass meine neue Bekanntschaft sich dazu bequemte, die Box zu verlassen – dem Geruch nach zu urteilen eine Kätzin; warum hatte ich das vorher noch nicht bemerkt?
Allerdings schien diese Kätzin sich tatsächlich zu bequem, die Box zu verlassen – mit einem amüsierten Funkeln in den Augen und einem leichten Lächeln auf dem Gesicht beobachtete ich, wie meine Besitzerin, die die Geduld nach einigen Momenten schon verloren hatte (sie musste wohl einen stressigen Tag hinter sich haben… Oder lag das allein an dieser mysteriösen Kätzin?), die Box kurzerhand anhob und schräg hielt; sofort plumpste der Inhalt wenig grazil heraus (Ich hatte Recht behalten: eine Kätzin). Ebenjene Kätzin begann sofort, die arme Küche anzufauchen, doch meine Besitzerin ließ sich davon nicht stören und machte sich aus dem Staub, wohl genug von solchem ordinären Verhalten habend – aber damit ließ sie mich mit diesem wenig gut gelaunten Fellknäul allein! Das konnte sie doch nicht machen! Unverschämtheit!
Mir meine eigene verpuffende gute Laune nicht anmerken lassend und stattdessen einen empörten Ausdruck aufsetzend, erhob ich mich und ging auf meine scheinbar neue Mitbewohnerin zu, die nicht so aussah, als hätte sie mich bisher bemerkt; aber umso besser für mich.
Zutiefst entrüstet – natürlich nur gespielt, aber das konnte die Kätzin unmöglich wissen, bei den hervorragenden Schauspielkünsten, die ich mein Eigen nennen durfte – blieb ich schließlich vor ihr stehen; mein äußerst buschiger Schweif peitschte hin und her, und ich rümpfte die Nase, als würde ich mich vor ihr ekeln.
„Verzeihung, aber Sie müssen wohl im falschen Zimmer gelandet sein.“, stellte ich fest, die Stimme geschwollen und so hochnäsig, wie es mir gelang; die Arroganz strahlte förmlich von mir aus, „In diesem Etablissement wird nicht geduldet, was von der Straße aufgelesen wurde.“
Die Versuchung, in wildes Gelächter auszubrechen, mit all meiner Kraft unterdrückend, fügte ich noch hinzu: „Also muss ich Sie nun bitten, diesen Ort zu verlassen. Ich wünsche einen guten Tag.“
Damit drehte ich mich um, den flauschigen Schwanz der Kätzin dabei ins Gesicht peitschend, und machte Anstalten, mich ins Nebenzimmer zu begeben.

BEOBACHTET MUKA’S AUFTAUCHEN; PROVOZIERT SIE

#Casper

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BeitragThema: Re: Die Neubauten   So 10 Dez - 18:53

Streuner || // || Nr.2
Error

Titelmusik: AN ||AUS
Langsam, beinahe vorsichtig zog sich der Instinkt vom toten Körper zurück, alle Vitalfunktionen waren gnadenlos vernichtet. Das bullige, einst so herrische Langhaarmännchen lag leblos auf dem Boden, fungierte nicht mehr als Stellvertreter, sondern wurde Opfer seiner eigenen Dummheit. Abschätzend betrachtete ich dessen Wunden, die Tiefe maß perfekt und ließ so einen viel kräftigeren Gegner vermuten als angenommen. So sah ich mich zumindest aus dem gegnerischen Visier. Krieg rollte wie lauer Frühlingswind heran, es knisterte zwischen beiden hier residierenden Banden. Wer nur konnte das umstrittene Gebiet erobern? Deutlich erinnerte sich mein Kopf an Thorin, welcher mit grimmigen Gesicht seinen Vorschlag gebracht hatte. Ich gebe dir einen Auftrag, ermorde Laurin, er ist der Stellvertreter meiner Feinde und ein starker Verteidigungspunkt von diesem Fellbeutel Snorre. Beim höchsten Vollmond ist Laurin im Schein mit unserem Botschafter verabredet, doch möchte ich dich vorschicken. Mehr brauchst du nicht zu wissen. Ist alles erledigt, biete ich dir eine Woche lang Unterschlupf in meinem Revier und Anteile der erlegten Beute. Natürlich wusste ich umso mehr. Seine Mimik hatte Bände gesprochen, dieses ekelerregende Glühen. Thorin, Alphakater seiner Bande, sann auf Rache, er wollte sich einen Vorteil verschaffen und Snorre im Herzen direkt angreifen. Hauptsächlich interessierte mich nur die Belohnung.
Sachte wurde schwarzer Pelz geschüttelt, rote Flecken schimmerten dunkel. „Und du sollst ein Stellvertreter sein? Keinerlei Skepsis, woher nahmst du nur dieses elendige Vertrauen?“, sprach ich mit meiner ungewöhnlich sanften Stimme, die nur selten normale Lautstärke überschritt. Rasch drehte ich seinem Leichnam den Rücken zu. Laurin hatte keinerlei kriegerische Kapazitäten gezeigt, nicht einmal Gegenwehr als ich ihm sauber die Kehle durchschnitt. War Langeweile überhaupt möglich? Anscheinend schon, wenn man nicht ein einziges Mal wirklich gefordert wird. Dafür scheint die Belohnung gar reichlich. Das Blut an Brust und Rücken musste als Beweis reichen, daher schritt ich auf leichten Pfoten von dannen. An den Mülltonnen vorbei eröffnete sich eine schmale Gasse. Gewohnheitsmäßig presste ich mich an kalten Stein. Dort im Schatten stand jemand, blaue Augen funkelten. Schrecklich schmierig stach eine hohe Stimme hervor, welche mir lächerliche Drohungen an den Kopf warf. Also wollte man mich verraten? „Streuner sind doch immer gleich…“, murmelte ich leise. Gar flüchtig stellte sich der Fremdling als Einar vor, ihm sei eine flüchtige Botschaft zugekommen, die ihm befahl ein gewisses, schwarzes Kätzchen umzubringen, damit es sich nicht unnötig an ihrer kostbaren Beute verköstigte. Leicht legte ich den Kopf schief, keinerlei Regung zeigte sich auf meinem ohnehin schon traurigen Gesicht.
Schmal geformt trat Einar hervor, dünne Muskeln pflasterten seinen Körper. Das Fell hing in lächerlichen Fetzen steingrau herunter und schien nie sonderlich gepflegt. Grinsend forderte er mich schließlich heraus, die nächste Sonne würde ich seiner Meinung nach nicht mehr sehen. Seufzend sah ich kurz nach unten. Ohne zu warten schoss mein ausgemergelter Körper durch die Luft, kurz vor dem Gegner setzte ich auf. Mit unerwarteter Kraft schlug ich ihm die Pfote ins Gesicht, Krallen zogen seidenweich durch Fleisch und zerschnitten für immer das Augenlicht. Jaulend taumelte Einar zurück, Blut spritze gen Erde. „Dein Anführer…ist kein richtiger.“ Fest verbiss ich mich daraufhin in seine Kehle. Gurgelnd zuckte der Verräter, während wir zusammen zu Boden gingen. Thorin bleibt nicht ungestraft, aber ich bewege mich im Schutz der Nacht, wenn niemand wacht. Kaum das der Kampf geendet hatte spuckte ich den Lebenssaft auf den sterbenden Kater. Abwartend blieb ich also neben ihm sitzen, lauschte seinen letzten Atemzügen. Hinter mir lag Laurin, gebadet in roter Flüssigkeit. Wie viele Katzen musste ich heute noch umbringen? Hoffentlich nicht zu viele, da ich sozialen Kontakt tunlichst vermeiden wollte. Wie ein viel zu klein geratener Wächter saß ich neben Einar. Mit Leichen ließ es sich tatsächlich besser aushalten als lebendigen Exemplaren.
angesprochen: Einar
erwähnt: Thorin, Laurin, Snorre & Einar
code by nero


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BeitragThema: Re: Die Neubauten   So 17 Dez - 0:20

hauskätzchen – 24 monde – post nr.3

CASPER.

angesprochen: ERROR (@Fate)
erwähnt:  MUKA; ERROR

Ohne auf eine Reaktion der Kätzin zu warten, stakste ich mit übertrieben betonten, behutsam gesetzten Schritten in den Nebenraum, mein buschiger Schwanz immer noch empört hin und her peitschend, die Augen rollend und mit aller Macht ein Grinsen zurückhaltend.
Als ich endlich um die Ecke war, wo mich der Neuankömmling hoffentlich nicht mehr sehen konnte, konnte ich mich nicht mehr bremsen und grinste unverhohlen die Wand an, wobei ich mich leider nicht davon abhalten konnte, ein leises Kichern meiner Kehle entweichen zu lassen – ich konnte mich nicht recht entscheiden, ob es amüsanter war, wenn die schlecht gelaunte Fremde dies gehört hatte oder nicht. Zu gerne hätte ich ihr Gesicht in diesem Moment gesehen, aber ich konnte jetzt ja schlecht einen Blick zurück in die Küche werfen, ohne ihr Misstrauen auf mich zu ziehen; abgesehen davon würde es viel interessanter sein, ihre Reaktion morgen früh mitzubekommen, wenn ich wieder gezwungen war, mit ihr zu interagieren. Im Grunde genommen hatte ich ja kein Problem mit der Kätzin selbst – ja, vielleicht war sie auch ganz nett – aber eine Mitbewohnerin? Ich war mir nicht sicher, ob ich die Gesellschaft einer weiteren Person lange ertragen konnte, und wenn wir mal ehrlich waren – wer konnte denn bitte meine Gesellschaft für einen längeren Zeitraum ertragen, ohne das Verlangen zu verspüren, mich eigenhändig zu lynchen? Somit wäre es also für uns beide besser, wenn sie nicht hier wäre. Und wenn man daran nichts mehr ändern konnte – was ich stark vermutete, oder eigentlich eher befürchtete – dann sollten wir uns wenigstens den Gefallen tun und unter uns bleiben; denn viel Kontakt mit mir konnte auch die ruhigsten Personalitäten in den schieren Wahnsinn treiben, vor allem, wenn diese nicht begreifen konnten, was die Motive für mein zugegeben hin und wieder recht ordinäres Verhalten waren. Und selbst wenn dieser nun wirklich sehr unwahrscheinliche Fall doch eintreten sollte, hieß das noch lange nicht, dass mein Verhalten für diese glücklichen Seelen nachvollziehbar war – jedenfalls gab es meines Wissens nur wenige, die, wie ich, die Dummheit besaßen, sich vollkommen der Wahrheit zu stellen, wie sinnlos das Leben doch war, weshalb Verhalten wie meines unzählige Male als, im besten Fall, taktlos – und im schlimmsten als verrückt oder der Soziopathie verfallen eingestuft wurde. Abschließend konnte man also sagen, dass es realistisch gesehen unmöglich war, dass diese neue Mitbewohnerin meiner Wenigkeit ein Verständnis für meine Verhaltensweisen zeigte, weshalb es wohl besser war, mich von ihr zu distanzieren, um uns beiden die bestmöglichen Lebensumstände zu sichern.
Zufrieden mit meinem Werk überlegte ich also nun, was sich mir momentan für Handlungsoptionen boten – zurück in die Küche gehen war auf jeden Fall schon einmal aus dem Spiel, aber irgendwie konnte ich mich gerade nicht mit dem Gedanken anfreunden, mich einfach hier schlafen zu legen, obwohl es spät war, oder generell hier in der Wohnung zu bleiben; so bestand doch immer noch die Gefahr, die Fremde würde die fatale Entscheidung treffen und sich zu mir begeben, was mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit unzufriedenstellend für uns beide enden würde. War es also vielleicht die beste Idee, einfach noch einmal einen Spaziergang in der erfrischenden Nachtluft zu wagen? Die zwar voller unangenehmer Abgase war, aber zumindest würde ich ein wenig Ruhe bekommen, bevor ich mich schließlich schlafen legen konnte – und wenn ich besonders Glück hatte, würde die Neue schon schlafen, wenn ich zurückkam, und ich würde ihre Reaktion auf mein Verhalten am Morgen des nächsten Tages beobachten können, was dem Neuankömmling sicherlich einen Vorteil verschaffen würde, denn wahrscheinlich war ich nach einem erholenden nächtlichen Schlaf um einiges milder gestimmt als im Moment.
So war der Entschluss schnell gefasst; ich würde mich noch einmal nach draußen wagen und ein bisschen die Zeit totschlagen, bis ich einen Grad an innerer Ruhe erreicht hatte, der es mir erlaubte, einzuschlafen.
Zu meinem Glück war auch im Nebenraum das Fenster aufgelassen worden – ob dies nun aus Zufall war oder eine bewusste, strategische Entscheidung meiner Besitzerin, wer wusste das schon – was mir die Beschämung ersparte, wieder zurück in den Nebenraum gehen zu müssen, den ich vor wenigen Minuten noch so pompös verlassen hatte. Erleichtert beförderte ich mich mit einem gezielten Sprung auf das Fensterbrett und von dort aus auf den Balkon einer Nachbarswohnung, der nicht besonders weit unter mir lag – den Baum hinunterzuklettern wäre mit meinen praktisch nicht vorhandenen Kletterkünsten im Dunkeln äußerst stupide, abgesehen davon würde ich mich mit meinen gestutzten Krallen nirgendwo festhalten können, weshalb ich den einfacheren Weg wählte und von Balkon zu Balkon sprang, bis ich schließlich wieder festen Boden unter den Pfoten hatte.
Ohne einen wirklichen Plan zu haben, wohin es nun gehen sollte, schlug ich die Richtung einer engen Gasse ein, die zwischen den Hinterseiten der Häuser entlanglief und die zahllosen Hinterhöfe, die es hier mit ziemlicher Sicherheit gab, miteinander verband. Manchmal war es eigentlich recht entspannend, durch das Labyrinth der engen Gassen zu streunen, in denen man die meiste Zeit vollkommen allein war – generell traf man in dieser Gegend nur wenige andere Katzen, die entweder verwöhnte Hauskätzchen waren, die fast nie ihr Nest verließen, und das nur, um mit ebenso verwöhnten Zweibeinern das Katzencafé zu besuchen, oder Angehörige der diversen Streunerbanden, die hier, vor allem in der Nacht, ihre Kriege um die heiß begehrten Reviere fortführten. Allerdings hatte ich Glück; bisher hatte ich noch keine dieser Gefechte miterleben müssen, die mir mit ziemlicher Sicherheit nur noch einmal sehr deutlich aufgezeigt hätten, wie einfach doch Leben zu Ende geht, und natürlich wusste ich ganz genau, dass ich es genau darauf anlegte, in ebensoein Gefecht hineingezogen zu werden, wenn ich, so wie jetzt, nachts durch die Hinterhöfe streunte – aber ich konnte es einfach nicht lassen; natürlich war es das Verlangen nach der Erkundung dieser Gegend, die ich noch immer, nach einem Jahr, nicht vollkommen kannte, aber vielleicht war es auch der in den tiefsten Tiefen meiner Gedanken vergrabene heimliche Wunsch, diese Kämpfe beobachten zu können. Immer hatte ich von ihnen gehört, die Intrigen, die anfangs noch im Hintergrund gesponnen wurden und sich schließlich in einem Kampf um Leben und Tod entluden, doch noch nie hatte ich das Glück – oder das Unglück, jenachdem aus welcher Perspektive man es betrachtete – gehabt, bei einem dieser Momente Zeuge zu sein.
Als wären meine Gebete von einem Moment auf den anderen plötzlich erhört worden, schlich sich auf einmal ein eigenartiger, stechender Geruch in meine Nase; sofort wurde mir bewusst, was er bedeutete.
Blut, schoss es mir durch den Kopf. Blut?!
Sofort aufmerksam stellte ich meine Ohren auf und blieb stehen, die Nase in die Höhe gestreckt, in dem Versuch, den Geruch zu orten. Spielten mir meine Sinne einen Streich oder hörte ich da Stimmen aus einer Gasse rechts von mir? Ruckartig drehten sich sowohl Kopf als auch Ohren in diese Richtung, angestrengt, jeden noch so kleinsten Eindruck aufzufangen – und da war es, eine Stimme: Worte wurden gezischt, die ich nicht ganz ausmachen konnte, doch folgte keine Antwort.
Meine Neugier erfolgreich geweckt, konnte ich mich nicht mehr zurückhalten; als wäre ich eine Marionette, die von Geisterhand gelenkt wurde, bewegten sich meine Pfoten leise, aber bestimmt in die Richtung, aus der der stechende Geruch des Blutes, vermischt mit dem noch unangenehmeren des Zweibeinermülls, wie ich beim Näherkommen bemerkte, und die Stimmen gekommen waren. Je mehr ich mich der Ecke, aus der die Gasse abbog, näherte, desto mehr wurde ich von freudiger Erwartung erfüllt – kalte Schauer liefen mir den Rücken runter und ließen meine Pfoten prickeln; ich musste erfahren, was hier vorgefallen war. Es war mir vollkommen bewusst, wie unangebracht so eine Reaktion in so einer Situation war, in der Katzen, die sich als ‚normal‘ betitelten, sicherlich vor Angst zitternd das Weite gesucht hätten, aber für mich gab es schlicht und weg keinen Grund, Angst zu verspüren – wie mir das Leben schon vor einem Jahr gezeigt hatte, war der Tod etwas, was mich, und jede andere Katze auch, auf Schritt und Tritt verfolgte, und keiner konnte ihm entgehen, wenn er einen schließlich einholte. Was machte es also für einen Unterschied, wenn ich hier und jetzt das zeitliche segnete, oder in ein paar Jahren? Tot war ich am Ende ohnehin, was alles andere, was davor passiert sein mag, sinnlos machte. Somit war es also vollkommen zwecklos, Angst zu verspüren – ich wollte wissen, woher der Blutgeruch kam, denn würde ich es nicht ans Licht bringen, würde es mich wohl den Rest meines Lebens plagen, dass ich es nie herausgefunden hatte. Es war doch um einiges schöner, zumindest mit einem Gefühl der Erfüllung zu sterben, als mit einem Gefühl, etwas nicht zu wissen.
Diesen Gedankengang erfolgreich beendet bog ich also endlich um die Ecke und in die mit Mülltonnen zugegeben ziemlich geschmacklos drapierte Gasse – und für einige Sekunden blieb mir bei dem Anblick, der sich mir bot, die Luft weg.
Zwei Leichen, von zwei Katzen, die jeweils in einer riesigen Blutlache lagen, von denen die der Leiche, die mir am nächsten lag, Gefahr lief, meine Pfoten in Blut zu tränken – einem unkontrollierbaren Reflex folgend trat ich einen Schritt zurück, den Blick auf die noch sehr hellrote Flüssigkeit gerichtet; dem fehlenden Gestank nach zu urteilen waren die Leichen noch vor nicht allzu langer Zeit gar keine Leichen, sondern am Leben gewesen. Den Blutlachen nach zu urteilen waren beide Opfer ermordet worden… dies ließ also nur noch die Frage offen, wer der Mörder war.
Entschlossen, eine Antwort zu finden, riss ich mich zusammen und tat ein paar Schritte tiefer in die Gasse hinein, meine weißen Pfoten dabei im Blut der Katze tränkend, an der ich nun vorbeilief, um die zweite näher zu betrachten. Als ich diese mit gerunzelter Stirn eingehender betrachtete, fiel mein Blick auf eine kleine, dunkle Gestalt, die neben der zweiten Katzenleiche in der Blutlache saß und mir den Rücken zugewandt hatte – zuerst dachte ich, sie sei vielleicht ein traumatisierter Hinterbliebener, doch nein, diese Gestalt war, so wie es schien, meine Antwort: selbst von hier konnte ich erkennen, dass Pfoten und Rücken vollkommen blutverschmiert waren, und wenn ich mich nicht versah, tropfte ein kleines Rinnsal Blut von den Lefzen des winzigen schwarzen Katers.
Ich stand einem Mörder gegenüber.
Einem Mörder, der gerade, den fehlenden Kampfgeräuschen nach zu urteilend, mühelos zwei Katzen des Lebens beraubt hatte, und es sich nun in der Blutlache eines seiner Opfer bequem machte.
Wie äußerst faszinierend.
Ich konnte nicht darauf warten, zu erfahren, welches niedere Motiv dieser Kater gehabt hatte, um so etwas unaussprechlich Grauenvolles zu tun. Langeweile? Das Versprechen einer Belohnung, oder sogar Rache?
Wie auf magische Weise war meine Müdigkeit plötzlich verflogen, auch die neue Mitbewohnerin war in den Hintergrund gerückt. Ich war nicht das mindeste ängstlich, als ich zu den Worten ansetzte, die dem Mörder meine Präsenz bewusstmachen würden.
„Hey, kleiner!“, rief ich dem schwarzen Kater zu, der einige Schwanzlängen von mir entfernt bei der Leiche saß, mit meiner Stimme und meiner Mimik eine gespielte Verwirrung erzeugend, „Weißt du vielleicht, wer diese beiden Katzen hier umgebracht hat?“

VERLÄSST WOHNUNG; BEMERKT LEICHEN UND ERROR IN GASSE

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BeitragThema: Re: Die Neubauten   So 17 Dez - 2:46

Streuner || // || Nr.3
Error

Titelmusik: AN ||AUS
Angestrengte Atemzüge rasselten hart in kalter Luft. Harsch schabten sie zwischen den Zähnen hervor und verpufft nutzlos. Weshalb nur gab sich der Organismus überhaupt noch die Mühe sein klägliches Leben zu sichern? Aus fleischen Tiefen sprudelte rotes Blut empor, schwamm gläsern am Boden. Beinahe, wie ein surrealer Spiegel, nahm es meinen eher schmächtigen Schatten auf. Sanft fuhren kleine Pfoten über die Oberfläche, grüne Augen zersplitterten. Vielleicht das letzte Mal zuckte dessen untrainierter Körper, bevor tödliche Stille sich legte, alles umschleierte und Kälte in die Glieder pumpte. Jeden noch so winzigen Partikel musste es ausfüllen. Schweigsamkeit lastete auf meiner Zunge, während ich jenen Prozess beobachtete. Blutige Tränen rannen aus tiefen Spuren. Sein Gesicht bis zur Unkenntlichkeit zerfetzt, ein einziger Wundkrater, zeige keinerlei Emotionen, lediglich lugten Zähne zwischen unwillig entspannten Kiefer hervor. Rohes Fleisch pulsierte schwach nach, letzte Fäden des roten Saftes floss vernetzt gen Erde. Heute trank der dreckige Asphalt und fand Dank mir reichlich Nahrung. Wenn hatte Einar meine Muskeln minimal gefordert, wenn überhaupt gereizt. Manchmal brachte richtige Technik doch ihre Vorteile. So viele Katzen ließen sich vom schwachen Aussehen blenden, lebten in der einfältigen Illusion mich ohne große Anstrengung töten zu können.
Perfekt gesetzter Winkel, Kraft entsprechend dosiert ergab zumeist die effektivste Mischung. Egal wie bullig geformt ein Gegner sein mochte, Arterien waren jedermanns Schwachpunkte. Stränge, die unglaublichen Blutverlust mit sich trugen, sobald einmal durchgeschnitten Sehnen, welche an Gelenken sitzen, konnten Bewegungsfähigkeiten einschränken, Schläge seitlich der Schläfe lösten Konzentrationsstörungen aus. Blieb genug Zeit boten Kämpfe interessante Möglichkeiten. Man analysierte jeden Muskel, fand Schwächen heraus und nutze diese gnadenlos zum Vorteil. Normal sah ich mich als niemanden, der sehr an seinem Leben hing, da schon vor langer Zeit der eigentliche Sinn verloren gegangen war. Überleben hieß die Devise. Ruhig fuhr mein Blick über uneben gespaltene Haut. Aufgewärmt durch die spärliche Vorhut wollte ich mich nun Thorin entgegenstellen. Deutlich erschien das muskulöse, schmutzig braun gefärbte Männchen, im inneren Auge. Gelbe Edelsteine leuchteten widerlich hell auf. Anscheinend brachte man mir kein Respekt entgegen, wenn lediglich ein solch schwaches Exemplar von Kämpfer losgeschickt wurde. Oder riskierte Thorin freiwillig seine Kameraden? Immerhin lebten Streuner korrupt und kannten kein Ehrengefühl. Auf Hochtouren arbeite der geschärfte Verstand, verband mehrere Möglichkeiten miteinander. Dabei sortierte es unlogische Aspekte leichtfüßig aus. Schlichtweg besaß jener vermeintliche Anführer wenige Ressourcen. Erinnerungen arbeiten sich rasch empor, zeigten Bilder von abgemagerten Katzen, scharfe Rippen, welche durch Haut staken. Einen Beutehaufen hatte ich ebenfalls nicht registriert.
Welch schwacher Versuch mich um die Belohnung zu betrügen. Abgestoßen der bitteren Erkenntnis wegen, schüttelte ich leicht den Kopf. Wofür formten Worte unsere Kommunikation? Zwar mochte ich selbst davon nicht viel Gebrauch machen, aber Konversationen, basierend auf richtigen Inhalten, verhinderten größere Massaker. Jetzt musste Thorin dafür büßen, am besten auf tödliche Weise. Soweit schien es dennoch ratsamer eine Sonnenperiode verstreichen zu lassen. Silbern strahlte der Mond auf den eigentümlich rot gesprenkelten Pelz und malte hellte Fasern. Trotz allem ließ ich es mir keineswegs nehmen mich von ihrer Beute zu nähren. Hungerten diese elendigen Straßenkreaturen eben. In den Clans war Teilen eines ihrer höchsten Prinzipien. Gemeinsames Leben, aufeinander aufgebaute Strukturen, machten sie stark. Hier dagegen residierte scharfer Hunger und jeder sorgte für sich selber, allein. Höchstens ein mickriger Teil inmitten der großen, bösen Welt. Schlossen sich Banden zusammen, dann lediglich aus naiven Glauben heraus etwas bewirken zu können, welch stupide Wesen. Krochen besinnungslos am Boden herum, streckten ihre Pfoten nie gen Himmel. Ich hingegen sah zum Horizont, betrachtete die lebendigen Farben und wusste: Dort wartete mehr als stumpfes Territorialgehabe. Langsam aber sicher verfielen die Kämpfe ins Schweigen. Weit entfernt jaulte wütend ein Monster, anscheinend hatte jemand seinen Weg gekreuzt.
Bereits in der Überlegung aufstehen zu wollen, zeugte leises Plätschern von zweiter Präsenz. Den Schweif nach unten hängend verharrte ich in einstiger Position. Schwach zog Katergeruch vermischt mit Zweibeinern heran. Kurz, vielleicht eine Sekunde verengten sich die grünen Augen, Skepsis schimmerte. Egal wer sich gerade näherte, er gehörte definitiv erdolcht. Niemals duldete ich Augenzeugen, vor allem nicht in dieser kritischen Situation, jedoch hieß es erst einmal abwarten. Seiner Gefahr anscheinend nicht bewusst, forderte das fremde Männchen mit einem, wohl provokanten, „Hey Kleiner!“ meine Aufmerksamkeit. Erst wenige Sekunden später drehte ich langsam den Körper herum bis ich ihm frontal gegenüber stand. Tatsächlich schimmerte mir aus der Nacht eine weiße Wolke entgegen, außergewöhnliche Musterungen zierten das lange Fell. Sauber, beinahe widerlich weich lag es am massigen Torso an, jedoch vermutete ich keine Muskulatur. Um ehrlich zu sein stand eines jeden Zweibeiners verwöhnter Liebling vor mir. Gegen eine Wolke kämpfe ich nicht. Mit schief gelegten Kopf musterte ich das Hauskätzchen, lange und mit sorgfältigen Blicken. Dabei stach das von Trauer überschattete Grün besonders hervor, so als ob ich Reue gegenüber den anderen zwei Katern zeigte, was natürlich keineswegs der Fall war. Beide hatten ihren Mord verdient. Verwirrung überzog dessen Gesicht. Ob echt oder gestellt, interessiere mich nicht. Blut durchtränkte eine seiner samtweichen Pfoten.
Wahrscheinlich waren sie keine harte Arbeit oder gar Kämpfe gewohnt. Dementsprechend simpel gestaltete ich mir das Duell bereits im Kopf. Währenddessen trieben mich übrigens keinerlei Gelüste, lediglich stand im Fokus meine Taten im Schatten zu halten, so wie ich seit jeher lebte. Unentdeckt, ungesehen von der Menge. Zeugen sprachen hiermit gegen dieses Vorhaben. Anscheinend sah das gescheckte Männchen im Schweigen ein aktives Vorantreiben des Gespräches. Tatsächlich fragte er, ob ich wüsste wer vielleicht der Mörder gewesen könnte. Von jener Offensichtlichkeit abgesehen, roch ich Ironie. Lediglich zuckte meine Schwanzspitze etwas. „Ja, ich habe sie umgebracht“, kam dementsprechend, vor Trockenheit fast bröckelig, die Antwort. Weshalb auf scharfsinnige Sticheleien eingehen? Für mich stand ein anderes Ziel an. Trotz allem klang sie unglaublich sanft, die Stimme beinahe wie ein Versprechen. Ja, wohl würde ich dem Fremden seinen Tod versprechen. Bedächtig setzte sich der schmächtige Körper in Bewegung, Muskeln arbeiten versteckt. Knappe Distanz trennte uns sobald. Zwei unterschiedliche Welten prallten zusammen. Arm und Reich. Umsorgt und eigenständig. Aufmerksam drehten sich Ohren nach vorne, neugierig, auf wenn sie treffen würden. Kurz, wenige Sekunden vor dem eigentlichen Sprung, drehte sich noch einmal der Kopf zur Seite.
„Ich werde dich töten.“ Markant hingen in Worte in der Luft und versanken in einhergehender Stille. Krallen entschlüpften kleinen Pfoten. Flugs schoss ich frontal gen Kater, rammte ihm beide Vorderbeine in den Brustkorb und riss ihn, samt mitgenommenen Schwung, um. Keineswegs vermochte ich ihm die Oberhand zu gewähren, daher bohrte ich die Spitzen tief hinein und hob das Gegenstück, bereit um die dritte Kehle dieser Nacht zu durchschlagen. Auf einen Leichnam mehr oder weniger schien es auch nicht mehr anzukommen.
angesprochen: Fluffige Wolke
erwähnt: Thorn, Einar & Fluffige Wolke
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BeitragThema: Re: Die Neubauten   Mo 25 Dez - 1:20

CASPER

fluffige Wolke – 24 monde
NR.

4
ist von Error fasziniert, wird von vergangenheit eingeholt
Nicht einen einzigen Moment bereute ich meine Entscheidung, den offensichtlichen Mörder dieser beiden Katzen fragwürdigen Hintergrundes auf meine Präsenz aufmerksam gemacht zu haben; nein, von Reue war ich meilenweit entfernt, so gab es doch keinen Grund, in solch einer kleinlichen Situation für irgendetwas Reue zu empfinden, geschweige denn die Fassung zu verlieren, wie, so hatte ich das Gefühl, die Mehrheit anderer Katzen auf diesem Planeten. Wenn es eines gab, was ich in diesem Moment wirklich nicht verspürte, dann war es Reue – doch was tat sich dann in meinem Inneren, fragt man sich? Nun, auch Angst verspürte ich keine.
Aber dafür Faszination.
Faszination gewidmet dem gewieften Mörder, der es irgendwie auf die Reihe gebracht hatte, trotz seiner eher schmächtigen und wenig bedrohlichen Statur, ganze zwei Seelen ins Jenseits zu verfrachten, und das, so wie es schien, ohne einen großen vorhergehenden Kampf. Nein, dieser Mörder hatte nicht gekämpft. Er hatte ermordet.
Und selbst hier endete die Faszination nicht: die Tatsache, dass er die innere Ruhe und Willensstärke besaß, nicht nur mühelos zwei Katzen zu ermorden, sondern auch noch in dessen Blut zu baden, fast wie eine Geste der Entehrung; nein, eher wie ein kranker Tick, ihnen auch im Tod nicht den Respekt zu erweisen, der zu ihren Lebzeiten seinerseits sicherlich gefehlt hatte, machte die ganze Sache noch etwas interessanter – ich hatte es hier offensichtlich nicht mit einem sogenannten Gelegenheitsmörder zutun, der sich, beispielsweise, nur aus Verteidigungsgründen die Freiheit nahm, eines anderen Individuums Leben ein Ende zu setzen, sondern mit einem derjenigen, die das Morden als Zeitvertreib, eventuell sogar als Profession ansahen, und somit um einiges gefährlicher waren als ihre weniger mörderischen Cousins.
Natürlich durfte man auch nicht vergessen, dass die Tatsache, dass ich überhaupt gerade, in diesem Moment, einem Mörder gegenüberstand, schon ganz allein ziemlich faszinierend war; ich war schließlich noch nie in der Gegenwart eines Mörders gewesen – jedenfalls nicht, soweit ich wusste. Es war äußerst faszinierend, so einer Katze so nahe zu sein; einer Katze, die es fertiggebracht hatte, ein – oder in diesem Fall sogar zwei – bedeutungslose Leben auszulöschen; den Tod, der ohnehin irgendwann mal jeden holen kommen würde, vorgeschoben hatte – eine Katze, die es in die eigenen Pfoten genommen hatte und sozusagen Gott spielte.
Einfach faszinierend.
Ebenjene Katze, die den Hochmut besaß, sich auf eine Stufe mit der Kreation zu stellen, schien mich nun endlich bemerkt zu haben – oder der kleine schwarze Kater hatte sich einfach nur zeitgelassen, ebenfalls eine plausible Erklärung für sein Zögern – und drehte sich nun äußerst langsam zu mir um, bis ich ihm in die tiefgründigen, dunkelgrünen Augen blickte, welche mich, so schien es mir, einer sehr genauen Untersuchung unterzogen. In der langen Zeit, in der ich von Kopf bis Pfote studiert wurde, fiel mir der Schleier der Trauer über den dunkelgrünen Seen auf, die seine Augen darstellten und in der Dunkelheit der Gasse sanft in meine Richtung leuchteten; so wurde der gespielte Ausdruck der Verwirrung zu einem wahrhaftiger – solch eine Emotion, auf dem Gesicht eines Katers, der gerade zwei andere seiner Mitkatzen kaltblütig ermordet hatte? Es machte keinen Sinn; es passte einfach nicht zusammen, und es ließ mich derweil grübeln, was dieser Gesichtsausdruck wohl für eine Bedeutung haben könnte – sollte es vielleicht eine versteckte Nachricht sein? Ein Hilferuf, eine Warnung?
Bei meiner Frage, dessen hintergründige Ironie er wohl bemerkt haben musste – dumm war er also schon einmal nicht, aber auch das war keine Überraschung – zuckte als physische Reaktion lediglich seine weiße Schwanzspitze, doch auch der Worte wurde ich nicht verwehrt, als er das erste Mal die Stimme hob und mir, zugegeben ziemlich trocken (wohl in dem Versuch, die Gefahr, auf die Ironie einzugehen, zu umgehen), bestätigte, dass er derjenige gewesen war, der die beiden Katzen in der Gasse ihres Lebenslichts beraubt und so übel zugerichtet hatte; komischerweise schien diese dabei Stimme einen sanften Ton angenommen zu haben – das genaue Gegenteil dessen, was ich von einem kaltblütigen Mörder wie dieses Exemplar hier einer war, erwartet hatte, aber wahrscheinlich zeugte dies nur von meiner mangelnden Erfahrung mit solchen Gestalten; sicherlich hatte ein jeder von ihnen eine solche Fähigkeit, sich so weit vom situationsbedingten Geschehen fortzureißen, dass er in der Lage war, solch eine Stimmlage zu produzieren.
Noch bevor ich in der Lage war, eine Antwort zu formulieren, die ihn mit Sicherheit allerdings nur noch mehr angestachelt hätte, erhob sich der kleine Kater und sorgte mit seinen bedächtig aber mit äußerster Schnelligkeit gesetzten Pfotenschritten, die blutrote Spuren auf dem Asphalt hinterließen, dafür, dass sich die Distanz zwischen uns beiden rapide verkleinerte. Kurz hielt er an, drehte den Kopf, und teilte mir, ja, fast schon feierlich mit, dass er mich nun töten würde.
Überraschenderweise lösten diese Worte keine Reaktion in mir aus, die eine andere Katze als ‚normal‘ bezeichnet hätte. Natürlich, schon als ich diese Gasse betreten hatte und den ersten Blick auf die winzige, schattenhafte Gestalt gerichtet hatte, war mir bewusst gewesen, wie diese Begegnung hätte enden können – Provokation eines offensichtlichen Mörders; es war die einzig logische Konklusion gewesen, diese Antwort oder vielmehr Bestätigung zu erhalten. Angst hatte ich allerdings trotz allem nicht.
Nein, ich verspürte keine Angst.
Doch da war etwas Neues neben der schon vorhandenen Faszination aufgetaucht… eine neue Emotion, die sich in mein Gehirn geschlichen hatte und nun mit ersterer um die Vorhut kämpfte: Neugier.
Würde ich nun sterben?
Wie, so fragte ich mich, würde es sich anfühlen?
Plötzlich, ohne jegliche Vorwarnung, tauchten vor meinem inneren Auge Bilder auf; Erinnerungen spulten sich ab, ohne dass ich sie ausblenden konnte, ohne, dass ich etwas gegen sie ausrichten konnte, mich ihnen entziehen konnte; ich war wie gelähmt.
Kalte, leere Straßen, ein ebenso leerer Magen. Schmerz.
Dann Schwärze; ein Nichts, das alles verschlang.
So schnell wie es, einer Welle gleichend, über mich hinübergebrochen war, wurde es von der Realität weggeschwemmt, als ich von etwas – nein, jemandem – umgestoßen wurde und mein Rücken auf unangenehme Weise mit dem harten Asphalt Bekanntschaft machte. Der Fall stieß mir alle Luft aus den Lungen, sodass ich den Schmerz, der sich auf meinem Brustkorb breitmachte, erst nach einigen Sekunden spürte, als ich mit einem rasselnden Stechen einatmete und das Gefühl hatte, Nadeln in den Lungen zu haben. Blinzelnd und verwirrt versuchte ich mit aller Kraft, meine Augen zum Fokussieren zu bringen – und da war es, wenig überraschend: das Gesicht des kleinen schwarzen Katers mit den beiden dunkelgrünen Juwelen, die mich aus der Dunkelheit nun um einiges näher anleuchteten, der wohl den Moment schwindender Aufmerksamkeit meinerseits gründlich ausgenutzt hatte, um mich bewegungsunfähig zu machen; die Krallen einer Pfote hatte er wohl dann mit dieser Intention im Hinterkopf in meinen Brustkorb gegraben, eine Erklärung für den Schmerz, der sich von dort aus ausbreitete – doch wo war die andere Pfote? Immerhin hatte er zwei gehabt, und da war sie auch; über meinen Kopf gehoben, die Krallen ausgefahren – bereit zum endgültigen Todesstoß.
Ich würde also tatsächlich sterben.
Äußerst interessant, dachte ich mir im Stillen und verbannte alle Gedanken und Gefühle, die sich in mir bei diesem Gedanken anbahnten, in die hintersten Verliese meines Hinterkopfes.
Statt der wohl vom kleinen Grünäugigen erwarteten Reaktion breitete sich ein spottendes Grinsen auf meinem Gesicht aus, die Augen spielten mit und funkelten schelmisch meinen zukünftigen Mörder an.
„Nur zu,“, erwiderte ich ihm; der provokante Unterton war nicht zu überhören und auch das Grinsen war fest mit meinem Gesicht verankert, „Tu, was du nicht lassen kannst.“
Ich kicherte leise.
„Töte mich, kleiner.“
angesprochen >> ERROR (@Fate)
erwähnt >> ERROR, Leichen

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BeitragThema: Re: Die Neubauten   Mo 25 Dez - 15:00

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Streuner ||  //  ||  Nr.4
Error

Titelmusik: AN ||AUS
Muskeln staken an eingefallenen Flanken hervor, als der, in Relation zum eher dürren Körperbau meinerseits, eher massige Torso zu Boden gedrückt wurde, dabei hörte ich, wie scharf die Luft aus seinen Lungenflügel gepresst wurde, nachdem er allen Anschein, mir keine gebührende Aufmerksamkeit schenkte und dementsprechend hilflos im städtischen Schmutz lag. Wahrscheinlich fraß sich bereits Asphalt schwarz ins saubere Fell hinein. Während mein Pelz unbehelligt davon blieb, schimmerte es noch dunkler. Aufmerksam beobachtete ich weiche Züge, jene offene Neugier aussprachen. So gehörte das Hauskätzchen wohl nicht zum ordinären Durchschnitt, der vor Angst schrie, sowie schamlos um sein Leben bettelte. Nachdenklich zuckte mein Schweif langsam von Links nach Rechts. Ob bei Sklaven der Menschen irgendwann einfach eine Sicherung durchbrannte? Sich schlichtweg nach Risiko sehnten? Wuchs Langeweile in bösen Schatten heran, fraß dort Gehirne und trieb Hauskätzchen in ihren sinnlosen Tod? Immerhin konnte ich annehmen, dass ebenjene fluffige Wolke keinen Sinn für Gefahr verspürte. Irgendwo, tief im Inneren, stieg langsam Achtung vor dem Männchen. Nicht das ich offene Dummheit guthieß, aber es bestimmte sein Verhalten. Zumindest lag dessen Aufmerksamkeit auf mir, seltene Momente, wo ich wirklich auftauchte und eine gefährliche Präsens darstellte. Wenige Sekunden weidete ich mich daran, unbemerkt.
Trotz des gewaltigen Größenunterschieds, lag er unter mir, ließ sich lediglich von meinen langen Krallen festhalten, welche tief, bis zum Knochen, vorstießen. Simpel, ein Schlag mit seinem Hinterbein. Ich wäre zu Fall gebracht, die Situation umgekehrt, aber das Männchen rührte keine Pfote. Sank seine Gier nach Lebenslust? Versiegte alles ohne Spuren zu hinterlassen? Wer ging mit so einer Einstellung überhaupt durchs Leben? Zwar sah ich selbst keinen Sinn mehr hinter meiner Existenz, jedoch verteidigte ich, was es zu retten galt. Niemals ergab man sich jemand anderen, die Straße lehrte viele inoffizielle Regeln, doch schien jene die wichtigste. Anstatt Angst leuchtete Schelm hervor, Spott umrandete seine Lippen. Interessant. Jeder kompensiert seinen letzten Moment also anders. Weshalb machte ich mir überhaupt Gedanken? Thorin stand als nächstes auf der Liste. Ich musste fokussiert bleiben. Zu allem Überfluss versuchte er mich zu reizen, meinte ich sollte tun, was ich nicht lassen könne und erneut wurde ich als „Kleiner“ betitelt. War es in dieser Gesellschaft normal auf sein Äußeres reduziert zu werden? „Deine Einstellung erscheint mir seltsam, jedoch ist der Moment kurz vor dem endgültigen Ende jedermanns eigene Sache. Ich bin niemand, welcher sich da einmischt“, gab ich wie selbstverständlich von mir. Krallen schwebten gefährlich Nahe an dessen Kehle heran.
Bereits schossen Strömen von Blut aus der Wunde, tiefe Schneisen zogen sich durchs Fleisch und tränkten das weiße Fell. Das einst so schelmische Augenlicht verblasste, hätte ich mich zu jener Lösung entschieden. Stattdessen setzte ich einen kräftigen Schlag an seine Schläfe an. Die kleine Pfote traf ihr Ziel voller Wucht. Selbst leicht überrascht von der eher pazifistischen Entscheidung sprang ich rasch herunter. Vielleicht hielt ihm jener Angriff in Ohnmacht gefangen oder betäubte das Männchen zumindest.
angesprochen: Fluffige Wolke
erwähnt: Fluffige Wolke & Thorin
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BeitragThema: Re: Die Neubauten   Mo 15 Jan - 23:15

LESEN AUF EIGENE GEFAHR, IST ETWAS DUSTER GEWORDEN WHOOPS

{c·a·s·p·e·r}

hauskätzchen – 25 monde – nr.5

Ich konnte es nicht fassen.
War ich doch gerade tatsächlich kurz davor, das Zeitliche zu segnen?
Es war äußerst… eigenartig; dieses Gefühl, das sich in meinem Brustkorb breitmachte, der mich bei jedem rasselnden Atemzug auf äußerst schmerzhafte Weise der langen Krallen bewusst machte, die der kleine schwarze Kater, mit dem Hintergedanken, mich vom Fliehen abzuhalten, dort hineingerammt hatte; der Brustkorb, der wahrscheinlich jetzt schon mit meinem zinnoberroten Blut beschmutzt war und dem ich nicht mehr lange zutraute, meine fragilen Lungen vor den scharfen kleinen Messerchen der Kreatur über mir zu schützen, die wahrscheinlich bald mein Ende einläuten würden – ja, dieses Gefühl war neu, doch ich konnte nicht wirklich sagen dass es mir gefiel.
Es ließ Kälte meine Glieder hinaufkriechen, ließ sie taub werden, bis ich mich, bewegungsunfähig und einer Starre ähnlich, wiederfand; ich fühlte mich wie ein Kaninchen in der Falle, eingekesselt – hilflos und vollkommen ausgeliefert.
Es war kein angenehmes Gefühl.
Es erinnerte mich an all die Dinge, die ich in die hintersten, dunkelsten Ecken meines Gehirns gesperrt hatte, Dinge, an die man besser nicht dachte, wenn man nicht den Verstand vor Hoffnungslosigkeit verlieren wollte – gut kannte ich jenes Gefühl, welches mich wie einen alten Freund empfing.
Nichts hätte ich lieber getan in diesem Moment, als dieser grauenvollen Kälte der Wahrheit zu entfliehen, und so betete ich, dass der kleine Mörder endlich in die Gänge kam und der Sache ein Ende machte.
Einige Sekunden verstrichen.
Dann noch ein paar.
– Nichts passierte.
War der Idiot eingeschlafen oder was?!
Nein – schlimmer. Er antwortete mir tatsächlich auf meine Provokation. Hatte er nicht verstanden, was ich damit gemeint hatte? Wusste er nicht, dass meine Worte lediglich dazu da gewesen waren, um seinen Zorn anzufachen? Rausreden aus dieser Situation würde mir sicherlich nicht mehr gelingen, doch würdelos würde ich nicht untergehen.
Anscheinend hatte der Knirps das ganze allerdings irgendwie anders verstanden. Auf eine Provokation antwortete man doch nicht – es war wie eine rhetorische Frage, die ebenso keiner Antwort bedurfte, sondern lediglich als rhetorisches Mittel utilisiert wurde; in diesem Fall, um dem ignoranten Exemplar der Gattung Kätzchen, an dessen Unwissenheit im Feld der Rhetorik ich unglücklicherweise meine letzten Gedanken würde verschwenden müssen, klar und deutlich zu machen, dass ich, Casper, selbst eine Morddrohung – und den mit hundertprozentiger Sicherheit darauffolgenden Mord – nicht ernstnehmen konnte, weil das Leben an sich ohnehin schon so sinnlos war, dass es wenig Nutzen mit sich zog, überhaupt irgendetwas ernst zu nehmen, denn wie mir hier gerade bewiesen worden war, und wie mir in den nächsten Momenten noch einmal bewiesen werden würde, war dieses ach so wertvolle Leben so fragil wie nichts anderes auf dieser sinnlosen Welt, dass es selbst durch die Krallen und dunklen Intentionen einer einzigen Katze in einem einzigen Wimpernschlag beendet werden konnte, alles zunichtemachend, was dieses Leben einmal ausgemacht hatte, alles, ohne Ausnahme, auslöschend, dem einmal Wichtigkeit zugesprochen worden war – wie, so fragt man sich, kann man, hat man diese Tatsache einmal realisiert, noch die Bedeutsamsten Dinge im Leben als wichtig erachten?
Wie, als wäre mein Gebet erhört worden, bewegte sich die, mit, wie ich schon am eigenen Leib hatte erfahren dürfen, scharfen Krallen gespickte Pfote auf meine Kehle zu. Mein Grinsen, das noch immer fest an mein Gesicht geplastert war, wurde etwas breiter, und ich funkelte den schwarzen Kater erwartungsvoll an, das schleichende Gefühl in meinen Gliedern mit aller Kraft, die mir noch blieb, unterdrückend, mit all meiner Macht jegliche Gedanken aus meinem Kopf verbannend, sodass es sich keinen Weg zurückschaffen konnte.
Wieder wartete ich.
Wieder verstrichen einige Sekunden – wieder, nichts.
Eine Augenbraue verwundert gehoben, blickte ich dem Mörder entgegen, der nicht einmal seine Aufgabe erledigen konnte. (you had one job, man.)
Ich bemerkte gar nicht, wie die Pfote geflogen kam, bis ich einen harten Schlag gegen meinen Kopf verspürte und für einen Moment alles von Schwärze umschlungen war.
Als ich wieder zu mir kam, konnte ich nicht mit Genauigkeit sagen, wie viel Zeit verstrichen war; ob es nun ein Moment gewesen war oder eine Stunde, ich hätte es nicht gewusst, und für einige Sekunden machte sich in mir der Gedanke breit, dass ich vielleicht doch gestorben war, dass dieser dumpfe Schlag der Todesstoß des Assassinen gewesen war, dass dieses sinnlose Leben tatsächlich hinter mir lag – doch dann spürte ich das schmerzhafte Pochen in meinem Kopf, den harten, Blutbeschmutzten Asphalt unter mir, und die Kratzer, die auf meiner Brust wahrscheinlich immer noch bluteten und jeden Atemzug wie eine Qual erscheinen ließen.
Nein, ich war definitiv am Leben.
Wie ich zu dieser Erkenntnis stand, konnte ich in diesem Moment nicht genau sagen; doch ich hatte auch gerade weitaus wichtigere Probleme, mit denen ich mich befassen musste.
Mit erheblicher Mühe – unangenehme Erinnerungen aus vergangenen Zeiten mit ebenso großer Mühe ausblendend – erhob ich mich von meiner liegenden Position, setzte mich auf den harten Asphalt und versuchte das ganze Blut um mich herum und auf mir selbst zu ignorieren; stattdessen warf ich dem kleinen schwarzen Katerchen, der es nicht einmal fertig gebracht hatte, mich umzubringen, einen vorwurfsvollen Blick zu und schüttelte den Kopf.
„Ich dachte, du hattest versprochen, mich zu töten!“, sprach ich in die Stille hinein, einen vorwurfsvollen Tonfall annehmend. „Die Jugend von heute… Tze! Auch nicht mehr das, was sie einmal war.“

zeigt nicht die korrekte emotionale reaktion

angesprochen: Error (@Fate)
erwähnt:  Error

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BeitragThema: Re: Die Neubauten   Sa 20 Jan - 22:33

Streuner || // || Nr.5
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Titelmusik: AN ||AUS
Sonnenstrahlen kleideten den kalten Stein des Hinterhofs in freundlicheren Farben. Über hohen Häusern verschwand langsam der nächtliche Dunst, stattdessen leuchtete eine wunderbare Mixtur aus Orange-und Lilatönen, sie vermischten sich in angenehmen Übergangen. Immer wieder lugte schwaches Sternenlicht hervor. Auf von blutdurchtränkten Pelzen schimmerte sanfter Goldschimmer, in ihren Augen spiegelte sich eine kleine Gestalt. Automatisch bewegte ich mich mit dem weichenden Schatten, da nackter Sonnenschein nicht unbedingt zu meinem bevorzugten Dingen zählte. Es nahm mir jeglichen Trumpf. Schwarz stach unter freiem Himmel unglaublich markant heraus und steigerte potentielle Aufmerksamkeit. Thorin, würde bald Bescheid wissen, immerhin fehlte sein ach so geschätzter Kamerad, welchen er höchstwahrscheinlich als Köder vorschickte. Ob wohl irgendwo sich mehr Häscher versteckt hielten? Im Augenwinkel bemerkte ich das Erheben einer Gestalt. Harte Augen fokussierten flauschiges Fell. Ob ich trotzdem weiterkam? Gezeigt hatte mir der Fremde seine Kampfkünste nicht. Alles wirkte eher schwammig, beinahe wie eine verwaschene, unfähige Kopie meinerseits. Wuchsen Hauskatzen tatsächlich ohne jegliches Training auf. Genauso zollte die fluffige Wolke dem Leben keinen Respekt, ergab sich ähnlich des unterwürfigen Kätzchens, jenes ich vor wenigen Tagen umgebracht hatte. Weinerliche Worte retteten niemanden, eher hoben sie Wut, Wut über verschwendeten Atem.
Dementsprechend wollte ich dieser lächerlichen Gestalt nicht töten. Sollte er doch es doch selber beenden, wenn der Fremde selbst unter mir keinerlei Anstalten machte. Ich mordete aus verschiedenen Gründen, war es Auftrag oder Beweisvernichtung. Für freiwillige Märtyrer hatte ich nur wenig übrig. All diese Wut staute sich in meinem Inneren, nach außen hin strahlten grüne Augen weiterhin Trauer aus. Tatsächlich nutze er noch die Situation zu seinem verbalen Vorteil, meinte provokant das ich ja das Versprechen nicht eingehalten hatte ihn zu töten, der letzte Teil wurde geflissentlich ignoriert. Manch stupide Katze wäre, vor Aggressivität geladen, darauf eingegangen, doch wenn sprach ich gleich meine eigene Wahrheit aus. Selten verstand sie jemand, aber dafür war ich niemals zuständig gewesen. „Du bist es nicht wert. Erst dachte ich, wegen der offensichtlichen Leichen, töte ich dich lieber, aber wer so schamlos unter mir aufgibt, dem sei ein langsamer Tod gewiss. Ich finde immer Gründe zum Morden, immerhin habe ich es mir zur Berufung gemacht, jedoch sehe ich bei dir lediglich Sinnlosigkeit. Sarkasmus, Angst, alles verschwindet im Angesichte des unvermeidlichen Endes. Wenn jemand seinen Tod finden, dann bleibt eine Erinnerung. In dieser Situation blieb mir wohl nur ein fader Beigeschmack“, gab ich leise von mir. Im Gegensatz zum zornigen Content meiner Antwort, blieb die Stimme in feiner Struktur erhalten und schwebte sanft zu ihm herüber. Niemand konnte mich aufhalten. Wahrscheinlich schlief Thorin noch. Während die Zeit in sinnloser Konversation verlief, wachte dieser Verräter wahrscheinlich gerade von Katzen scharf bewacht auf.
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BeitragThema: Re: Die Neubauten   Sa 3 Feb - 22:21

{c·a·s·p·e·r}

hauskätzchen – 25 monde – nr.6

Je mehr ich Zeit mit dieser spektakulär gescheiterten Kopie eines Mörders verbrachte, desto eigenartiger kam mir ebenjene Kopie vor; desto mehr wünschte ich mir, in diesen kleinen, mit schwarzem Fell überzogenen Dickschädel hineinzuschauen und diesem alle seine Geheimnisse zu entlocken, die er mit Sicherheit jeden Tag mit sich herumtrug und, würde es Leute wie mich nicht geben, wahrscheinlich auch mit in sein Grab nehmen würde, ohne, dass jemals eine andere Seele deren Inhalt hatte kosten können; kurz gesagt – dieser Kater war äußerst interessant, mal etwas anderes verglichen mit den verwöhnten, biederen Hauskätzchen und verschmuddelten, räudigen Streunern, denen ich normalerweise über den Weg lief und welche, in der Regel, entweder darauf aus waren, mich aus ihrem Revier zu verjagen, oder ein einschläferndes Gespräch mit mir führen zu gedachten, in dem mir in jeder weiteren verstreichenden Sekunde mehr bewusst wurde, dass es wirklich keinen Unterscheid machte, was ich mit diesem Leben anstellte – nichts gab es mehr, das mich interessierte. Nun, nichts, außer diesen einen Kater…
Dieser Kater, der für mich ein unlösbares Mysterium darstellte, ein Kater, der es zwar bedauerlicherweise nicht auf die Reihe gebracht hatte, tatsächlich seinen Job zu machen, sein Versprechen einzuhalten und mich umzubringen, doch trotzdem irgendetwas an sich hatte, das mich dazu brachte, ihm seinen kleinen Ausrutscher nicht allzu übel zu nehmen – wer wusste es schon, vielleicht würde seine Wut überhand nehmen und er würde sich doch überwinden können, wenn ich ihn nur weiter provozierte? Allerdings schien er mir nicht wie jemand, der sich leicht provozieren ließ – nein, es sah stark danach aus, als würde er dieses Konzept im Feld der Rhetorik nicht einmal verstanden haben.
Ob ich tatsächlich wollte, dass er mich umbrachte…
Ich schob den Gedanken in die hinterste Ecke meines Bewusstseins und fokussierte mich stattdessen auf den Kater, der nun, da allmählich die Sonne aufging und die ehemals dunkle Gasse in ein, angesichts der Situation – nicht zu vergessen der beiden Leichen – eher unangebracht wirkendes goldenes Licht tauchte, flink in die Schatten der Hauswände abtauchte, ganz so, als wäre ihm das Licht, die Helligkeit, unangenehm. Fasziniert folgte ich der kleinen Gestalt mit den Augen und hob eine Augenbraue, den Blick noch immer an die kalten, fast schon traurig wirkenden Juwelen meines Gegenübers geheftet, doch ich sagte nichts. Noch nicht – er musste mir noch antworten, und so, wie ich die kleine schwarzpelzige Memme einschätzte, hatte er wieder einmal nicht verstanden, was das Ziel meiner letzten Äußerung gewesen war; wieder würde er wahrscheinlich eine vollkommen ernst gemeinte und absolut humorlose Antwort geben. Traurig, sowas, wirklich.
Und – natürlich – hatte ich wieder Recht behalten; auf meine in jeder anderen Katze unbändigen Zorn anstachelnden Worte konterte Mr. Ich-hab-einen-Stock-im-Arsch-und-ich-bin-stolz-drauf selbstverständlich mit einem trockenen Monolog, der mir ohne jegliches Leben geliefert wurde und in mir sogleich das Verlangen weckte, ausgelassen zu gähnen, wovon ich mich jedoch – noch – zügeln konnte. Sinnlosigkeit würde er bei mir sehen – nun, Sinnlosigkeit sah ich auch in ihm, und in jedem anderen Wesen, aber es war selten, dass diese Tatsache von jemandem erkannt wurde… Punkt für ihn, würde ich mal sagen. Dass er von Angst gesprochen hatte, überhörte ich geflissentlich.
Verstand dieser Möchtegernmörder wirklich nicht, dass meine Worte als Provokation gemeint waren, oder nahm er es in Wahrheit zur Kenntnis, hatte sich aber nur genug unter Kontrolle, um nicht darauf einzugehen?
Diese Hypothese verlangte definitiv nach einer empirischen Untersuchung.
„Pfffffffffffffffffffffff.“, machte ich abschätzig, als der Langweiler endlich geendet hatte. „Nennst Morden deinen Beruf, und kriegst es nicht einmal hin, ein kleines Hauskätzchen zu töten? Enttäuschend, mein Lieber. Höchst enttäuschend.“

ist definitiv nicht beeindruckt

angesprochen: Error (@Fate)
erwähnt:  Error

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BeitragThema: Re: Die Neubauten   Sa 3 Feb - 23:10

Streuner || // || Nr.6
Error

Titelmusik: AN ||AUS
Zwei grüne Augen einst aus reiner Neutralität geöffnet, verschmälerten sich minimal, schärften ihren Blick und fokussierten auf das verschiedenfarbige Tier direkt davor. Selbstbewusstsein strahlte in lächerlichem Ausmaße hervor, sickerte zwischen elfenbeinfarbenen Zähnen hindurch, bis es letztendlich zu Worten geformt wurde. Das Männchen schärfte seine Krallen rein der Provokation. Scharf schnitten Sätze durch mein Fell, verletzten mich jedoch nicht. Ich besaß genug Intelligenz, jenes Volumen noch viel mehr Raum erfasste, um zu erkennen, dass er an Wut anzapfen wollte. Am besten sich daran wie ein ekelerregender Parasit daran laben. Analytisch begann ich diese Konversation zu unterteilen. Von fremder Seite aus sprudelte lebendige Häme mir entgegen, versuchte irgendwo Pfote zu fassen, ich wiederum hielt ruhig stand.
Er betitelte meinen Entschluss als enttäuschend, so gelang es mir nicht einmal ein Hauskätzchen umzubringen, wobei ich Morden meinen Beruf nannte. Abschätzend legte ich den Kopf schief, betrachtete ihn mehrere Sekunden lang. Warum spielte der Kater so nahe am Rande seines eigenen Lebens? Wuchs etwa dessen eigene Sehnsucht nach dem Tod. Wenn war ich dafür keineswegs zuständig. Thorin lautete das nächste Ziel. Ich ließ mich von niemanden abhalten. „Willst du damit dein frühzeitiges Ableben erreichen, dann suche dir einen reizbaren Streuner. Ich habe wahrscheinlich mehr Katzen getötet als du Fremde je in deinem Viertel gesehen hast.“ Kurz schossen Gedanken durch meinen Kopf, ehe ich sanft fortsetzte: „Sarkasmus ist wahrlich eine interessante Waffe. Sie lässt sich zu vielen Zwecken verwenden, nur scheint mir du setzt es falsch ein. Sei ruhig enttäuscht, was bin ich abhängig von den Empfindungen anderer Katzen.“ Kaum gesagt drehte ich mich langsam um.
Inmitten des Tages konnte ich Thorin immer noch töten. Genau in dem Moment als dieser Verräter mit mir verhandelt hatte, waren einige Katzen zum Jagen aufgebrochen, darunter seine leibeigenen Wachen. Dementsprechend war er gegen Mittag am wenigsten bewacht.
angesprochen: Fluffige Wolke (@Nero)
erwähnt: Casper & Thorin
code by nero


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A legendary fight:
 


Derzeit Wochenendposter, längere Wartezeiten sind zu entschuldigen!
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BeitragThema: Re: Die Neubauten   Sa 10 März - 21:25


 
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❝What happened if❞







<- Katzencafé

Bei den Neubauten angekommen, erkundigte sich Mephisto über das Wohl seines Bruders. Dieser meinte nur fast gestorben zu sein, jedoch alles in Ordnung sei. Zweibeinerjungen waren anstrengend und nervig. Normalweise sahen die meisten Menschen die Nacktkatzen mit schiefen Augen an, aber die Jüngeren konnten es selten verkneifen die haarlosen Katzen auch von der Nähe zu ärgern. Unschön, aber so ging es vermutlich jeder Katze. „Ha! Zum Glück waren es keine Hunde! Die würden uns durch das ganze Viertel jagen", sah der Kater es positiv und schnappte seine Tüte mit Fressen. Bis zum Schrottplatz war es weit und die Sonne stand schon hoch und zeichnete Schattenbilder von den hohen Zweibeinernestern auf die Erde. Kurz musste sich Mephisto konzentrieren, um die Orientierung wieder zu finden und schlug dann eine Richtung ein. Die Gegend war ihm suspekt, da es viele Monster und Hunde gab. „Bleib schön an meiner Seite, Helios."


Flüchtet vor den Zweibeinern

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BeitragThema: Re: Die Neubauten   So 11 März - 3:00


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<---------- das Katzencafé

Wir kamen in einen Ort wo es leider noch mehr Monster, Zweibeiner und Hunde gab. Riesige Häuser standen überall herum, es war einfach nur nervend und nach der Sache mit den jüngeren Zweibeinern hatte ich echt keine Lust mehr. Meine Ohren zuckten als mein Bruder sich nach meinem Wohlbefinden erkundigte welchem ich dann erst einmal sagte dass seine Aktion mich fast zu Tode erschreckt hatte aber sonst alles in Ordnung war. Auf die Bemerkung meines Bruder´s hin dass es zum Glück keine Hunde gewesen waren legte ich die Ohren leicht an "Bitte nicht, dass ist echt das letzte was wir jetzt noch bräuchten" meinte ich noch immer nuschelnd wegen der Tüte und sah Mephisto an. Wo lang ging es nun? Bei den Neubauten kannte ich mich absolut nicht aus, die Umgebung allgemein war mir hier noch sehr fremd und daher wäre ich allein wohl aufgeschmissen. Unangenehm heiß brannte die Sonne auf uns herab, trotzdem hielt ich mich nahe bei meinem Bruder der mir dies auch gleich ans Herz legte "Glaub mir, ich bin nicht scharf drauf hier irgendwo alleine herum zu laufen. Lass uns bitte einfach schnell hier weg kommen" meinte ich leise und sah mich leicht um. Die Ohren hatte ich aufmerksam gespitzt, hoffentlich ging uns nicht erneut jemand auf die Nerven und wir kamen einfach in Ruhe an unserem Ziel an.


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BeitragThema: Re: Die Neubauten   Mo 12 März - 17:38


 
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Post No. #11 :: Chapter #1
❝What happened if❞






Hatte sein Bruder etwa angst? Zumindest klang dieser sehr unsicher in Mephisto's Ohren. Doch dies verdunkelte nicht das Gemüt des Katers. Er blieb motiviert und zuversichtlich. „Keine Sorge, ich kenne mich aus!", gab er an und lief unter schlafende Monster auf den Donnerweg entlang. Er war sich seiner Sache und dem Weg sicher. Die Zweibeiner mochten es nicht, wenn Tiere unter den Monstern waren. Warum verstand Mephisto nicht, denn die metallischen Dinger waren schließlich Feinde und keine Beute. Und doch auch wenn sie gefährlich waren, so gaben sie auch perfekten Schutz vor Hunden, Zweibeinern, so wie vor Sonne und Regen. Der Kater lief wortlos weiter, bis sie die Neubauten hinter sich ließen und kein schlafenden Monster mehr da waren, sondern ein Stück Grünfläche mit einem Donnerweg vor ihnen lag. „Immer hier entlang. Wir sind gleich da."

-> Schrottplatz


Auf dem Weg zum Schrottplatz

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BeitragThema: Re: Die Neubauten   Mo 12 März - 20:32


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Meine Nerven lagen so langsam echt blank, von allen Seiten drang lauter Lärm an meine Ohren, wieso nur mussten Zweibeiner und alles was mit ihnen zu tun hatte so unglaublich laut sein? So verdammt nervtötend und dazu noch diese Hitze heute! Wirklich, so langsam reichte es und ich wollte nur noch hier weg weswegen ich mich an meinen Bruder wandte der hoffentlich den Weg kannte. Er meinte ich solle mir keine Sorgen machen und dass er sich auskannte ehe er den Weg unter schlafenden Monstern hindurch einschlug. Mit angelegten Ohren folgte ich ihm "Sorgen mache ich mir keine, ich bin so langsam nur so genervt von diesem Krach dass ich dem nächsten Zweibeinerjunges was sich uns nähert das Fell vom Kopf reiße" nuschelte ich murrend durch die Tüte Fischhappen. Stille kehrte ein während wir unseren Weg fortsetzten, die Geräusche und der Lärm wurden so langsam leiser. Anscheinend entfernten wir uns so langsam vom schlimmsten Ort der Unruhe, die Monster hörten auf und eine Grünfläche zeigte sich vor uns. Zwar auch ein Donnerweg, aber der schien gerade ruhig zu sein und als Mephisto sagte dass wir gleich da seien besserte sich meine Laune gleich "Endlich weg von hier" meinte ich und eilte meinem Bruder nach.

----------> der Schrottplatz


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BeitragThema: Re: Die Neubauten   Sa 24 März - 15:37


Falke
cf.: die (nicht ganz so) weite Welt

Neugierig glitt Falkes goldener Blick zur Hügelkuppe. Hinter ihr eröffnete sich eine ganz neue Welt, und der Kater war begierig darauf, sie zu erkunden. Auf ihrem bisherigen Weg hatte sich nichts weiter Interessantes gefunden, nichts, von wo er selbst glaubte, es eine Weile aushalten zu können. Abenteuerlustig nahm er die Kuppe in seinen Blick. Es war immer die Chance, das hinter einem Hügel eine verwunachene Landschaft wartete, vielleicht ein großer See (wobei Falke in diesem Fall nicht davon ausging, für diese Jahreszeit hatte es zu wenig Insekten hier, dass ein großes Gewässer in der Nähe sein konnte), oder aber auch eine Zweibeinerstadt... Manchmal fand sich aber auch nur Wiese weit und breit, zugegebenermaßen immer ein ein wenig enttäuschendes Erlebnis. Aber die nächste Hügelkuppe kam bestimmt!
Frost, die ein wenig zurückgefallen war, lächelte er charmant an, bevor er auf endgültig die Anhöhe erreichte. Der Blick, der sich ihm bot, war durchaus zufriedenstellend. Keine Wiese, so viel stand fest. Stattdessen reihten sich Zweibeinernester an Zweibeinernester, manche davon noch im Bau, wie es schien. Weiter entfernt, in Richtung Horizont, glaubte Falke ein Ende der Häuserschluchten zu erkennen, allerdings war seine Sicht getrübt von Staub, der in der Luft lag. Die Blattgrüne war schon trocken und staubig genug, gerade gegen Ende hin dann, aber die Orte der Zweibeiner waren davon nochmal eine Spur intensiver betroffen. Die Hitze, wenn man auf dem steinernen Boden dieser Orte lief, war dann ebenso unerträglicher. Aber man begegnete allerlei interessanten Gestalten, Stern und er hatten sich damals in einer Stadt gefunden. Stern...
Nicht zulassend, dass trübe Gedanken ihm die Freude über die Entdeckung zunichte machten, wandte er sich erneut an Frost, lächelte gewinnend,  während er gleichzeitig seine imaginären Augenbrauen hob. "Was hältst du hiervon, Gejagte?"
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BeitragThema: Re: Die Neubauten   Sa 24 März - 21:55


➺ FROST
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<-------- die (nicht ganz so) weite Welt

Auf ehrlich gesagt so langsam etwas müden Pfoten lief ich ein kleines Stück hinter Falke und sah mir die Umgebung an. Bisher wirkte es friedlich und ruhig, immerhin schon einmal eine positive Sache vor allem da all die letzten Orte die wir sahen das nicht gerade waren. Ich hatte nichts gegen Aufregung oder etwas Nervenkitzel. Aber trotzdem hatte ich wirklich keine Lust darauf auf ewig an einem Ort zu leben wo dauerhaft das absolute Chaos herrschte. Vor uns lag nun eine Hügelkette, was dahinter lag blieb uns von hier aus noch verborgen also ging der Weg weiter. Das nächste Ziel waren dann wohl diese Hügel. Meine Ohren zuckten leicht und ich dachte erneut an die Orte an denen wir bereits vorbei kamen, oft waren viel zu viele Zweibeiner in der Nähe oder einfach nur weite Wiesenflächen. Durch meine Herkunft aus den Bergen war ich zwar kahle Gegenden gewohnt, aber genau so wollte ich ja nicht mehr leben. Eine kleine freie Lichtung war zwar ne schöne Sache, aber ein Bereich der einzig und allein aus weiter Wiese bestand war langweilig. Ob Falke der gleichen Ansicht war? Er wirkte irgendwie aufgeregt und motiviert weiter zu kommen und dem konnte ich ihm eigentlich nur zustimmen. Auch ich freute mich auf neue Orte und darauf vielleicht einen Ort zu finden an dem wir bleiben konnten. Vielleicht nicht für immer, aber zumindest für eine Weile. Als ich den Blick nun von der Umgebung abwandte und zu Falke sah lächelte mich dieser charmant an. Imaginär zog ich eine Braue hoch und schmunzelte etwas ehe er dann auf der Anhöhe verschwand. Schnell folgte ich dem Kater und sah über die Aussicht hinweg die sich uns bot, leider aber bestand diese aus viel zu vielen Zweibeinernestern in verschiedenen Größen. Zumindest in direkter Nähe. Dahinter wirkte das Land bewachsen und schön und bot damit vielleicht ja das richtige Ziel, außerdem machte die Sonne die sich dem Horizont näherte den ganzen Anblick schöner und lockte noch mehr. Als Falke etwas sagte richtete ich den Blick auf ihn und musste bei seinem Gesichtsausdruck ebenso etwas lächeln. Außerdem auch weil er mich Gejagte nannte "Abgesehen von den Zweibeinernesten ganz schön. Wir sollten den Ort durchqueren und die Gegend dahinter aufsuchen, sieht schicker aus du Jäger" miaute ich und schmunzelte gegen Ende ehe ich einen Schritt vorwagte. Mit der Schweifspitze schnippte ich Falke leicht an die Nase "Oder hat der werte Kater eine andere Idee?"


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BeitragThema: Re: Die Neubauten   So 25 März - 15:59


Falke
Auf der Anhöhe wehte ein sanfter Wind, der ungewöhnliche Kühle mit sich brachte. Falke wurde sich erst im Stehen bewusst, dass es doch ziemlich war, was ihn die kühle Brise nur noch mehr genießen ließ. Was hielt Frost von der Gegend? Bei vorherigen Stopps hatte sie oft einen unzufriedenen Eindruck auf ihn gemacht, und bei ihrem Aufbruch hatte sie sich damals vehement geweigert, in Richtung der Berge zu laufen. Er musterte seine Mitreisende also, gespannt auf ihre Reaktion. Diese fiel nicht unbedingt zustimmend aus, dafür lächelte sie charmant zurück und schnipste ihm am Ende noch mit dem Schwanz gegen die  Schnauze. "Was hat die werte Frost denn gegen die Orte der Zweibeiner?", gab er leise lachend zurück und schüttelte leicht den Kopf, zum Teil auch, weil seine Nase noch von der Berührung kribbelte, und Falke eigentlich vermeiden wollte, niesen zu müssen. Ruhig setzte der Goldbraune sich und wickelte seinen Schwanz um seinen Körper, die Pfoten ordentlich vor sich gestellt. "Nun, ich habe tatsächlich einen besseren Plan", erklärte er schmunzelnd, und deutete dann in Richtung des golden-roten Horizonts. "Siehst du den wunderschönen Sonnenuntergang? Wenn wir den Ort durchqueren wollen, ist es vermutlich schon Nacht. Ich würde vorschlagen, wir suchen uns entweder noch hier oder im Ort ein hübsches Plätzchen zum Schlafen, jagen noch etwas und ziehen erst morgen weiter - ausgeruht und satt." Falke bedachte sie mit dem Blick eines Katers, dem man nichts ausschlagen wollte, dabei aber unsicherer, als er nach außen hin wirkte, denn er wusste beim besten Willen nicht, ob das bei Frost überhaupt funktionierte.
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BeitragThema: Re: Die Neubauten   So 25 März - 18:34


➺ FROST
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Von der Anhöhe aus hatte man eine recht schöne Aussicht, sah man mal von den ganzen Nestern der Zweibeiner ab so wie den Bergen in weiter Ferne. Doch was hinter dem Zweibeinerort lag wirkte fast perfekt, zumindest von weitem. Es schien freie Wiesenflächen zu geben aber auch Bäume die Schutz boten und sogar einen See konnte man erkennen. Besser ging es doch eigentlich nicht oder? Solange wir uns von Zweibeinern und Bergen gern hielten natürlich. Auf die Worte von Falke hin erwiderte ich sein charmantes Lächeln und machte einen Vorschlag ehe ich ihm mit der Schweifspitze an die Nase schnippte und fragt ob er denn eine Idee hatte. Als er auf meine Worte hin fragte was die werte Frost denn gegen die Orte der Zweibeiner hatte schnaubte ich leicht, jedoch nicht in böser Absicht "Sagen mir einfach nicht zu, Zweibeiner nerven einfach und machen nur Ärger" erklärte ich und sah wie sich Falke setzte. Den Schweif legte er um sich ehe er meinte dass er tatsächlich einen besseren Plan hatte wobei er dies mit einem schmunzeln sagte ehe er in Richtung Sonnenuntergang zeigte. Kurz sah ich in diese Richtung und lauschte dabei mit gespitzten Ohren seinen Worten, klang eigentlich gar nicht schlecht seine Idee. Nachts wollte ich noch weniger in einem Zweibeinerort sein als sowieso schon und hier wirkte es ja recht friedlich. Für eine Rast reichte es jedenfalls. Als ich wieder zu Falke sah warf mir dieser einen Blick zu den ich wusste zu deuten, aber statt darauf ein zu gehen schmunzelte ich etwas "Deine Idee klingt gut, wir sollten hier bleiben über Nacht" stimmte ich zu und strich an ihm vorbei in Richtung ein paar Büsche "gar nicht so dumm wie du drein schaust" miaute ich ihm dann noch frech zu, streckte ihm die Zunge zum Höhepunkt auch noch raus und sah ihm mit amüsiert funkelnden Augen an. Hoffentlich verstand Falke auch Spaß und war nun nicht beleidigt.

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BeitragThema: Re: Die Neubauten   So 25 März - 23:13


Falke
Falke war nicht sonderlich überrascht, dass Frost so unpersönlich und abwehrend blieb, als sie seine Frage, warum sie Zweibeinerorte nicht mochte, schnaubend beantwortete. Bei ihrer ersten Begegnung war sie unglaublich misstrauisch gewesen, sogar noch misstrauischer als er selbst es war, und bis dato waren sie über dieses Stadium noch nicht wirklich hinausgekommen. "So, aber man trifft zuweilen doch allerhand interessante Katzen in den Orten der Zweibeiner", entgegnete er, und es hätte fast vorwurfsvoll geklungen, wenn der Goldbraune dabei nicht so verschmitzt gelächelt hätte. Im Grunde war es doch egal, aus welchen Gründen sie den Zweibeinerort nicht  heute betreten würden, für Falke galt, dass ihre Chancen auf Beute hier außerhalb deutlich besser waren als auf den steinigen Böden innerhalb des Ortes.
Seinen Vorschlag hingegen nahm Frost ohne Widerworte an, wenngleich sie an ihm vorbeistrich und ihm dann noch die Zunge rausstreckte, nachdem sie behauptete, er sie gar nicht so dumm, wie er aussah. Ohne groß zu zögern streckte er ihr ebenfalls die Zunge raus, erklärte schnippisch: "Pah, und ich dachte, du merkst das vielleicht nicht." Flink war er wieder aufgestanden, wobei er Frost einen gespielt überheblichen Blick zuwarf, ehe er ihr folgte. Ihr Ziel war augenscheinlich ein großer Busch, der ihnen sicherlich ein angenehmer Schlafplatz sein könnte. War sie etwa darauf aus? Schnell holte er zu seine graugemusterten Weggefährtin auf, um ihr mit seiner raue Stimme zu zu wispern: "Nicht doch, schlafen gehen wir erst, wenn wir gejagt haben."
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BeitragThema: Re: Die Neubauten   Mo 26 März - 1:07


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Schnaubend aber keinesfalls böse gemeint fiel meine Antwort auf die Frage des Kater´s aus, ich mochte die Orte der Zweibeiner einfach nicht. Sie waren laut, stanken und brachten meist nur Ärger und Probleme mit sich. Doch mit einem verschmitzten Lächeln warf Falke ein dass doch allerlei interessante Katzen in Zweibeinerorten treffen konnte. Ich rollte gespielt mit den Augen "Stimmt schon, aber es reicht wenn man auf der Durchreise vorbei kommt. Aber für immer dort leben könnte ich nicht" meinte ich mit einem leichten Zucken meiner Schnurrhaare und sah ihn an. Dem Vorschlag des Kater´s stimmte ich wiederum zu ohne zu widersprechen einfach weil es die schlauste Art und Weise war nun vor zu gehen. Kurz sah ich mich um und wurde auf ein paar Büsche aufmerksam die ich sogleich ansteuerte, dabei strich ich an Falke vorbei, sein Blick war mir nicht entgangen und sprach ihn frech an. So sagte ich ihm dass er ja gar nicht so dumm sei wie er drein schaut und streckte ihm die Zunge raus was er mir sofort zurück gab. Er dachte also ich würde es nicht merken? Amüsiert funkelten meine Augen und ich steuerte weiterhin das Ziel an. Schnell holte Falke dann zu mir auf und wisperte mir mit rauer Stimme zu dass wir erst schlafen gehen würden wenn wir gejagt hatten. Im Gehen stieß ich mit meiner Hüfte leicht gegen seine und sah ihn an "mir schon klar, ich hatte ja auch vor dort bei den Büschen zu jagen. Versteckt sich sicher was" miaute ich ihm zu und sah ihn an ehe ich stehen blieb und mich ihm in den Weg stellte "Es sei denn natürlich du willst ganz allein jagen oder selbst schon schlafen gehen?" fragte ich mit einem leicht provokanten Grinsen auf dem Gesicht was aber nicht in die böse Richtung ging. Es war auf einer andere Ebene provokant gehalten aber ob Falke dies verstand war eine andere Frage. Versteift kam er mir bisher jedenfalls nicht vor.

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BeitragThema: Re: Die Neubauten   Mo 26 März - 22:13


Falke
Der Goldbraune musterte Frost schmunzelnd, als diese die Augen verdrehte - sehr schöne Augen, musste man dazu sagen. Sie behauptete, niemals in Zweibeinerorten leben zu wollen, Durchreisen hingegen waren in Ordnung. Die Graugemusterte klang ganz schön genervt, aber Falke wusste, dass das nur gespielt war. Wenn er seine Mitreisende schon nicht gut kannte, das wusste er mittlerweile. "Da muss ich dir leider rechtgeben", gab Falke schulterzuckend zu und ein wenig wirkte seine Antwort sogar widerwillig, aber eigentlich wollte er sich nur nicht die Blöße geben, Frost rechtzugeben. Ihre Schlagabtäusche waren schlichtweg sehr viel interessanter, wenn sie unterschiedlicher Meinung waren.
Der großgewachsene Kater hatte flink zu Frost aufgeholt, die seinem nur zu leicht misszuverstehenden Kommentar ohne mit der Wimper zu zucken Konter gab. Allein ihre Hüfte, die sie gegen die seine stieß, verriet, dass sie sehr wohl verstanden hatte, worauf er angespielt hatte. Als sie sich ihm schließlich frech in den Weg stellte, stoppte Falke erst ganz kurz vor ihrer Nase, wo er scheineilig den Kopf schief legte. "Ich? Nein. Aber dieser Busch sieht tatsächlich eher nach einem Schlafplatz aus." Ein zwielichtiges Grinsen huschte über seine markanten Gesichtszüge, doch mit dem nächsten Wimpernschlag machte es wieder einem freundlichen Lächeln Platz. Wie konnte man es wagen, bei Falke Hintergedanken zu vermuten! Niemals - er war doch ein anständiger Kater.
Als Falke jedoch weitersprach, war wieder Ernsthaftigkeit in seinem Blick zu lesen: "Wir könnten uns aber tatsächlich aufteilen zur Jagd. Vermutlich haben wir so bessere Chancen."
Angesprochen: Frost @Efeuherz
Erwähnt: //
Ort: (noch) außer halb der Neubauten

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Gold
fließt zäh
wie die Gewalt
hinter jeder zarten Berührung

Morten Klintø

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(Solltet ihr das Gefühl haben, ich poste nicht rechtzeitig, nervt mich gerne per pn!)

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Die Neubauten

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